BürgerWIND Westfalen mit solidem Ergebnis trotz schwacher Windernte

  • Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder der BürgerWIND Westfalen: (v.l.) Peter Gödde, Hubert Böddeker, Thomas Tölle, Prof. Dr, Thorsten Müller (Stiftung Umwelten, Catharina Hoff, Friedbert Agethen, Matthias Rieger, Dr. Felix Rubitschek

Trotz eines schlechten Windjahres 2025 wird die BürgerWIND Westfalen in diesem Jahr wieder fünf Prozent Dividende an ihre Mitglieder ausschütten. Das beschlossen rund 600 anwesende Genossenschaftsmitglieder bei der diesjährigen Mitgliederversammlung in der gut gefüllten Wewelsburger Dorfhalle. „Insgesamt lag die Windquote nur bei 85 Prozent“, berichtet Dr. Felix Rubitschek aus dem Vorstand und verwies zum Vergleich auf das gute Windjahr 2023: „Da waren 117 Prozent“. Trotzdem sei man mit dem Ergebnis zufrieden, da die Genossenschaft breit aufgestellt sei.

Die BürgerWIND Westfalen eG blickt auf ihr 15-jähriges Bestehen zurück und ist mit 2700 Mitgliedern und einem Kapital von 58 Millionen Euro inzwischen die größte Genossenschaft ihrer Art in NRW. „Wir haben Bürgerbeteiligung an Windkraftprojekten angeboten, lange bevor die Politik auf die Idee gekommen ist,“ sagte Catharina Hoff, die als einzige hauptamtlich die Geschäfte der Genossenschaft führt und selbst Gründungsmitglied ist. Über 90 Prozent der Mitglieder kämen aus dem Kreis Paderborn und angrenzenden Kreisen, führte sie weiter aus. 

Zuletzt hat die BürgerWIND Westfalen rund 13 Millionen Euro in drei große Windparkprojekte in der Region investiert. Um zukünftig auch darüber hinaus von Synergieeffekten und Vorteilen des starken Windkraftausbaus vor Ort profitieren zu können, beschloss die Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung, die auch Investitionen z.B. in Batteriespeicher, Elektrolyseure oder Rechenzentren erlaubt. Insgesamt ist die Genossenschaft an 14 Windparks beteiligt und betreibt vier eigene Anlagen. 

Neuer und alter Aufsichtsratsvorsitzender der BürgerWIND Westfalen eG ist Hubert Böddeker. Er wurde ohne Gegenstimmen turnusmäßig wiedergewählt. Zum Schluss galt sein Dank dem Heimatschutzverein Wewelsburg für das Bereitstellen der Halle und den Wewelsburger Singfreunde für das Zubereiten von 3000 Schnittchen. 

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